Vier Wochen, 100h Rad – hart, aber herzlich!

Mittlerweile bin ich seit vier Wochen auf Mallorca und verbrachte etwa 100h auf dem Rad. Nach einer Woche als MTB-Guide fuhr ich zwei Wochen als Rennrad-Guide. Einmal mehr wurde mir klar, dass Rennradler/innen prinzipiell wesentlich leistungsorientierter als Mountainbiker/innen unterwegs sind. Die meisten von ihnen kommen mit einem klaren Kilometerziel auf die Insel – und das bedeutet dann in vielen Fällen mindestens 100km am Tag zu absolvieren. Nicht leicht für einen Guide mit mittelprächtiger Fitness! Denn als Guide ist nicht nach einer Woche Schluss, so wie für die meisten Radler, sondern ein Guide fährt dieses Pensum viele Wochen hintereinander. Und wie sehen die Ziele der Mountainbiker/innen aus? Bei vielen geht es primär um Naturerlebnis und das Erleben von Flow. Die Belastung wird eher als Mittel zum Zweck gesehen, nämlich um möglichst viele spaßige Abfahrten genießen zu können. Es werden wesentlich mehr Pausen gemacht. Entspannter für einen Guide!

Letzte Woche wurde es dann wieder entspannter für mich. Mountainbike-Guiden stand an. Ich hatte das Privileg mit lauter herzlichen und ambitionierten Leuten meine Runden drehen zu dürfen. Allen voran Ute, die eine beeindruckende Performance auf den Abfahrten zeigte. Aber auch Axel, Torben und Marvin möchte ich erwähnen, die sich sehr gut schlugen für die wenige Zeit, die sie bislang auf einem MTB verbrachten. Auf der Königsetappe gesellten sich dann auch noch Olli und Richard aus London zu uns. Sie schlugen sich beachtlich trotz einer heftigen Rennradtour am Vortag (170km, Sa Calobra und Schnee am Coll dels Reis). Die Tätigkeit bei Rad International gefällt mir besonders, wenn die Gruppen international besetzt sind. Denn dann verbindet Radsport Kulturen, es wird multikulturell und noch spaßiger! Dazu gab es neue Trails, die mich einmal mehr faszinierten. Unter anderem ein verblocktes Prachtstück vom Sierra de Na Burgesa hinab und ein paradiesischer Dschungeltrail vom Fuße des Na Bauca hinab. Danke an Otto, der schon ein paar Jahre länger als Guide auf der Insel ist und uns diesen unvergesslichen Weg bescherte. Diese MTB-Woche hat mir einmal mehr gezeigt, wie facettenreich die Trails Mallorcas sind – mal weicher Boden und viel Vegetation, mal äußerst felsig und karg bewachsen, mal Bergpanorama, mal Meerespanorama, mal beides und ganz oft sorgen diese Wege für ein breites Trailgrinsen auf dem Gesicht der Biker/innen. Faszinierend ist auch die hochalpine Anmut der Landschaft. Viele Berge sehen bereits auf 300 oder 400m Höhe aus wie zehnmal so hohe Berge in den Alpen. Ein weiterer Faktor für beeindruckende Biketouren!

In 13 Tagen fliege ich zurück nach Deutschland. Bis dahin stehen mir garantiert noch einige schöne Biketouren bevor!

Hasta luego!

HK

 

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